"...Alles was uns auf unserem Planeten umgibt - auch und insbesondere das Leben - ist Chemie, und ist es keine Chemie, so ist es Physik..."

Ein gewagtes Zitat?

Und warum ist es wichtig, sich mit dieser, in unserer Gesellschaft aktuell so gerne verdrängten Tatsache auseinanderzusetzen, insbesondere vor dem Hintergrund der Herausforderungen des 21.Jahrhunderts?


Über die Reihenfolge innerhalb des Zitats kann man sicher diskutieren, lässt sich Chemie doch sehr gut mit physikalischen Gesetzen, nicht nur aber insbesondere auf der atomaren Ebene, erklären - auch für den Sonderfall "des Lebens"; wenngleich nach aktuellem Stand hier nur unter vergleichsweise milden Erdähnlichen Reaktionsbedingungen. Wichtiger ist mir hier aber, das dieser Satz, zumindest für viele Zeitgenossen aktuell so gar nicht Zeitgemäß klingt, ganz im Gegenteil: für so manches zeitgeistig, und sich selbst gerne als "progressiv" gesehenes Klientel eher provokant, und bestenfalls noch unbekannt - und dennoch zutreffend - ist.


Wissenschaft, die ihre Namen zu Recht trägt, fragt nun glücklicherweise nicht nach aktuellem Zeitgeist und Moden, eher nach Erkenntnis aus dem gedanklichem Modell, dessen mathematische Konsistenz und dessen Überprüfung im Idealfalle durch das Experiment mit Beschreibung durch reproduzierbare Größen und Observablen, und scheut sich auch nicht, jenes Modell immer wieder kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls auch begründet in Frage zu stellen, es weiterzuentwickeln oder auch zu verwerfen - ein wesentlicher Unterschied zur einer als "Wissenschaft" deklarierten, umetikettierten Ideologie, die sich, unter anderem, zuweilen auch durch ihre immer wieder neue "kreative" Wortschöpfungen zu erkennen gibt...


Denn Chemie - in Ihrer Teildisziplin der Biochemie - ist als Grundlage des Lebens in Form von Stoffwechsel und Fortpflanzung die notwendige Grundlage zur Ausbildung auch eines belebten Bewußtseins, das nun wiederum notwendig (aber nicht hinreichend...) ist, auch um jegliche Form von Geisteswissenschaft zu betreiben. Diese Ursprünge zur Beschreibung alles uns umgebende, durch die Chemie und Physik, gehen somit weit über eine nur rein mathematisch modellhafte Nähe, z.B. in den Überschneidungen von Philosophie und Physik in Form des Modells der Entropie, hinaus.


So  lässt sich das Zitat dann auch, fern jedes Zeitgeistes, zumindest für den Wissenden verstehen -  nun hat wirklich alles was uns umgibt und uns selbst betrifft -  in irgendeiner Form seine Ursache in den Naturwissenschaften Chemie, Physik und ihrer Sprache der Mathematik.

 

Die Naturwissenschaften "Sciences" Chemie und Physik mit ihrer Sprache der Mathematik bilden, neben ihrer Funktion als die eigenständige Wissenschaften zur konsistent reproduzierbaren Beschreibung von allem unbelebten, was uns auf der Erde und in unserem Universum umgibt, auch die wissenschaftliche Grundlage für die wissenschaftliche Beschreibung des belebten Anteil des Universums - in und durch die sogenannten "Lifesciences" der Biologie, Pharmazie und Medizin. Daher Grund genug, wenn man nun auch einem aktuellen Zeitgeist folgend sich lieber in diesen "guten" und angesagten Lifesciences sehen und dort vielleicht sogar auch wissenschaftlich arbeiten, und diese nicht nur irgendwie anwenden oder wiedergeben, sondern auch in ihrem Kern richtig verstehen will, sich denn dazu auch mit deren wissenschaftlichen Grundlagen aus den Sciences ernsthaft auseinanderzusetzen...

 

Denn Leben ist im wesentlichen, nach aktueller Definition, durch Stoffwechsel und durch Fortpflanzung, und im Idealfalle durch eine Form von Evolution charakterisiert. Stoffwechsel ist schon definitionsgemäß Chemie, auch die Eingriffe in diesen, hier als die Chemie "des Lebens" und daher sinnvollerweise auch als Biochemie und die Eingriffe darin unter therpeutischen Hintergrund auch als Pharmakologie bezeichnet - und nicht etwa als "Molekulare Medizin" oder ähnliche neue, einem trendigen "grün" ettikettierten und so gerne die herausragende Bedeutung der Chemie und Physik negierenden Zeitgeist entspringende Kunstwortschöpfungen, die wenig zur Klarheit beitragen und nicht unbedingt davon zeugen so richtig verstanden zu haben was man mit Molekülen - deren Wissenschaft sich übrigens eben genau "die Chemie" nennt - denn da in dieser "Molekularen Medizin" so genau macht, und warum und wieso sie nun genau jenes therapeutische Verhalten zeigen (oder eben auch nicht...). Belassen wir es daher doch besser bei der Nennung der eigentlichen, exakten Wissenschaften, die in und hinter dieser "Molekularen Medizin" nun wirklich stecken, nämlich der Chemie, der Biochemie/Biophysik und der Pharmakologie und Mathematik in einer deren zahllosen Anwendungen, in diesem Falle zur Therapie, mit dem Ziel einer möglichst einfachen und denoch weitreichenden Anwendungsmöglichkeit durch die Mediziner.

 

Auch Fortpflanzung und Evolution der belebten Natur ist durch Chemie, Physik und Mathematisch-Physikalische Modelle beschreibbar. Evolutionsbiologie klingt nun viel "gesünder" ohne die zugrundeliegenden Sciences zu erwähnen - also ohne die per se künstliche, vergiftende und lebensgefährliche Chemie überhaupt dazu in Betracht zu ziehen (ah, Moment - war die Chemie nicht die Grundlage eines jeglichen Biologischen Stoffwechsels?) oder etwa die gefühlt so langweilig Mathematiklastige Physik... Das ändert aber nichts am Sachverhalt, das es sich auch bei biologischer Evolution im Kern letztlich nur - um Biochemie, um Biophysik und um die Mathematische (Evolutions-) Modelle, also letztlich Mathematik - handelt.

 

Neben ihrer bereits dargestellten Funktion als wissenschaftliche Grundlage der Lifesciences, bilden die Sciences Chemie, Physik und Mathematik auch die wissenschaftliche Grundlage der Ingenieurswissenschaften. Und für eine sinnvolle industrielle Anwendung ermöglicht der mathematisch basierte Teil der Wirtschaftswissenschaften eine Planung und Beschreibung von betrieblich sinnvollen Umsetzungen von Produkten aus der Anwendung dieser Naturwissenschaften. Auch in den Wirtschaftswissenschaften sind deren wissenschaftliche Teilbereiche die mathematisch basierten Teilbereiche.

 

Ergo - Verbindend und entscheidend zum Verständnis all dieser Wissenschaften ist als Grundlage daher immer - neben der Kenntnis um die Definition des jeweils zugrunde liegenden wissenschaftlichen Modells - gleichermaßen auch das Verständnis der zu dessen Beschreibung vorab definierten Mathematik.


Zeit also, spätestens im Erwachsenenalter oder im Studium, jene Lücken zu schließen, die das deutsche Schulmodell in den Sciences und in der Mathematik ("MINT") den Abiturienten hinterlassen hat. Die gute Nachricht dabei - es ist nie zu spät dazu, und es lohnt auch immer sich mit den Sciences intellektuell korrekt und sauber zu befassen - Lohn ist ein echter Erkenntnisgewinn fürs Leben: über das, was unsere Welt im Innersten zusammenhält - und zwar ohne jeglichen geisteswissenschaftlichen "Interpretationsspielraum", und daher anstelle dessen auch erfrischend verlässlich und wunderbar reproduzierbar. Naturgesetze sind eben unverhandelbar und auch mit viel Ignoranz nicht wegzureden oder wegzuquatschen, auch wenn es immer wieder und überall versucht wird - in den Medien, in Talkshows, durch Politikexperten und Journalistenexperten, die ihr Wissen aus Google und Wikipedia beziehen - und beim zitieren beweisen, das sie über Abstracts nicht hinauskamen, und auch selbst von jenen ausser einem Zitieren von Schlagworten so nichts richtig verstanden haben. Das heute so gängige "copy and paste" - oft in der Gesellschaft mit Wissen oder Erkenntnis verwechselt - funktioniert in den Sciences eben nie, schon, da man dazu Modell und Mathematik bereits genau kennen und verstanden haben muss, um überhaupt zu erkennen was und unter welchen Voraussetzungen man überhaupt in einen vermuteten Kontext kopieren und transferieren kann, und was eben nicht... - not that easy way, sorry...

Vielleicht ist ja dieser Sachverhalt auch einer der Gründe, warum Naturwissenschaften in unserer von diesem Zeitgeist geprägten Gesellschaft und dem von Ihr selbstgeschaffenen Schulsystem so mühsam, toxisch & unbeliebt sind?...


There is a whole new world in sciences hidden out there...

So, do not follow all these ignorants, blenders and manipulators - 

try and discover for yourself, instead..


Heidelberg, im Januar 2025



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